Begriff Windows Subsystem for Linux
Abkürzung WSL
Eintrag zuletzt aktualisiert am 24.05.2022

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Was ist Windows Subsystem for Linux ?

Windows Subsystem for Linux (WSL) gibt es in Windows 10 (ab Anniversary Update / Build 1607) (www.heise.de/newsticker/meldung/Hands-on-Das-neue-Linux-Subsystem-in-Windows-10-3163994.html) und im Windows Server ab Version 1709.

blogs.windows.com/buildingapps/2017/08/08/windows-subsystem-linux-windows-server/#Y746rKWHyWtxlJTP.97
docs.microsoft.com/en-us/windows/wsl/install-on-server

Das WSL kann ELF-Linux-Binaries wie die Unix-Shell Bash nativ unter Windows ausführen.

V1

Windows Subsystem for Linux (WSL) gibt es in Windows 10 (ab Anniversary Update / Build 1607) [www.heise.de/newsticker/meldung/Hands-on-Das-neue-Linux-Subsystem-in-Windows-10-3163994.html] und im Windows Server ab Version 1709. Der bisherige Ansatz, die Linux-Systemaufrufe in das Windows API in einer "Translation Layer" im User zu übersetzen (siehe "Auf der Fensterbank - Die Arbeitsweise des Windows Subsystem for Linux" [www.heise.de/select/ix/2018/5/1524885272173516]), sorgte aber für Einschränkungen im Bereich der Kompatibilität und eine schlechte

V2 (BUILD Konferenz 2019, 6.5.2019)
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Anstelle einer API-Emulation wird Microsoft in der zweiten Version seines Windows Subsystem for Linux (WSL 2) einen echten Linux-Kernel integrieren, was die Nutzung von Linux-Treibern und den direkten Betrieb von Linux-Docker-Containern in Windows ermöglicht.

In der zweiten Version des Windows Subsystem for Linux (abgekürzt: WSL 2) wird Microsoft nun einen echten Linux-Kernel ausliefern. Derzeit verwendet Microsoft den Linux-Kernel 4.19 mit Long Term Support (LTS) [www.kernel.org/]. Die verwendete Kernel-Version wird Microsoft zukünftig zusammen mit Windows Updates aktualisieren.

Der Linux-Kernel in WSL 2 läuft auf einer speziellen virtuellen Maschine (VM), die von Windows automatisch verwendet wird. Trotz VM ist die Leistung von WSL 2 schneller als bei dem bisherigen Ansatz ohne VM, insbesondere bei Dateisystemoperationen. Microsoft hat dazu den Linux-Kernel angepasst. Microsoft will den modifizierten Linux-Kernel als Open Source bereitstellen.

Auf Basis des Kernels können Windows-Benutzer dann aus dem Windows Store Linux-Distributionen installieren [aka.ms/wslstore], z.B. Ubuntu, openSUSE, Debian und Kali sowie Alpine. Weitere Distributionen können Entwickler mit dem WSL-DistroLauncher [github.com/Microsoft/WSL-DistroLauncher] in den Microsoft Store bringen [www.heise.de/newsticker/meldung/WSL-DistroLauncher-Linux-Schmusehilfe-fuer-Windows-4006641.html].

Der Vorteil der neuen WSL 2-Architektur gegenüber dem bisherigen WSL ist, dass nun volle Systemaufrufkompatibilität existiert und native Linux-Treiber eingebunden werden können. Linux-basierte Docker-Container können direkt in WSL 2 zur Ausführung kommen. Für bisher in Windows ausgeführte Linux-Container muss im Hintergrund eine virtuelle Maschine laufen.

Bereits in der Windows 10 Version 1903 können Benutzer Dateien von Linux-WSL-Installationen auch von Windows-Programmen aus lesen und bearbeiten [www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-10-Leichterer-Zugriff-auf-Dateien-im-Linux-Subsystem-geplant-4312601.html]. Diese Funktion basiert aber noch auf WSL 1 und dem Protokoll 9P [man.cat-v.org/plan_9/5/intro]. 9P kommt auch in WSL 2 zum Einsatz. WSL 2 soll alle Integrationsfunktionen von WSL 1 (z.B. Umgebungsvariablen mit $WSLENV, Hintergrundprozesse) unterstützen.

WSL 2 soll ab Mitte Juni 2019 in einer Vorschauversion im Windows Insider-Programm im Fast Ring [aka.ms/WIPForDev] verfügbar werden.

WSL 2 erscheint im Rahmen von Windows 10 v2004.

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